Literatur & Kabarett

Seit 1981 zahlreiche literarische und literarisch-kabarettistisch-musikalische Soloprogramme, Gastspiele im gesamten deutschsprachigen Raum.
Arbeiten für Hörfunk und Theater. CD-Produktionen.

Soloprogramme / kleine Auswahl:

LAUTER NARRISCHE

Literarisch-satirische Reise in die Untiefen des Zwischenmenschlichen.
In einem Panoptikum voll pointierter Zuspitzungen kommen viele nie gealterte Größen
wie Kurt Tucholsky, Karl Valentin und Joachim Ringelnatz ebenso zu Wort wie „versteckte Größen“ und „unerhörte“ Zeitgenossen wie Gerhard Polt und Axel Hacke.

WAS DER BERG RUFT…

Ein heiter-satirisch-gebirgiges Abenteuer, bei dem auch einiges in die Hosen geht.
Ernst Jani hat sich von Bücherlawinen verschütten lassen, wieder ausgegraben und dabei höchst amüsante und rare Fundstücke rund um die Menschen im Gebirge zutage gefördert.

AU WÄ
Der Föhn – Der Grant – Das Bier
Humor und Satire aus Bayern

Ernst Jani präsentiert einen „Ein-Mann-Heimatabend“ der anderen Art, ein kleines Bayernpanoptikum, das den bayerischen, speziell oberbayerischen Menschen und seine „Zustände“ lustvoll vorführt.


Oskar Maria Graf: KRACHLAUT & BIERERNST

„OMG“ gehört nicht nur in die erste Reihe bayerischer Autoren.
In einer Collage aus humorvoll-satirschen, aber auch sehr ernsten Texten, die man nicht vergessen wird, soll Oskar Maria Grafs Vielschichtigkeit intensiv, leidenschaftlich und mit viel Humor aufleben.

Stefan Zweig: CASANOVA & SCHACHNOVELLE

Nur wenige deutschsprachige Autoren haben ein so weltweites Echo gefunden wie
Stefan Zweig. Sein Name fällt als einer der ersten und meistgelesenen, wenn von deutscher Literatur des 20. Jahrhunderts die Rede ist.
Mit „Casanova“, „Schachnovelle“ und anderen ausgewählten Texten verleiht ihm
Ernst Jani Stimme und Gestalt.

u.v.a.

Josef Wittmann (Lyriker, Theaterautor, Münchner Turmschreiber) über Ernst Jani:

„Eine beeindruckte Kritikerin nannte Ernst Jani den bayerischen Helmut Qualtinger.
Da ist was dran. Auch Jani ist ein unglaublich vielseitiger, hochsensibler Schauspieler,
in Stimme, Charakter und Körperfülle gleich gewaltig.

Da ist aber auch etwas anders. Jani ist als Künstler Autodidakt und Amateur.
Mangel ist das keiner, aber die Grenze zwischen dem, was er darstellt und dem,
was er ist, fließt. Er schöpft aus dem eigenen Leben, wenn er Literatur umsetzt.

Bei Jani sind Texte nicht einfach Texte. Er begegnet ihnen mit Respekt.
Er spürt die lebendige Vorlage, die der Schriftsteller zu Text gemacht hat, in sich auf.
Er gibt ihr Stimme, sie gibt ihm die richtige Haltung, den richtigen Blick.
Er ist das Medium, von dem die Figur Besitz ergreift. Aber er ist nicht besessen.
Die eigene Haltung, die eigene Lebenserfahrung formen sie.

Was Publikum und Presse seit Jahren fasziniert, ist Janis scheinbar völlig selbstverständliche Authentizität; irgendwie wird jede literarische Figur zu lebendigem Jani, einem mit allem Sprachfluss gewaschenen Literaturinterpreten.“

Ludger Schulze (SZ) in einem Porträt im Magazin „MUH – Bayerische Aspekte“:

„Ernst Jani ist nach Selbsteinschätzung ein „Ein-Mann-Literatur-Rezitationstheater-Kabarett. Eigentlich aber ist er Naturgewalt, Naturschauspiel, Rampensau…und dann nimmt er Fahrt auf, taucht tief ein in die Texte und haucht den Buchstaben Leben ein mit seiner unverwechselbaren Stimme.“

Die Sammlung der hier eingestellten Fotos zum „Thema Bühne“ darf durchaus auch (zeitenübergreifend) ein wenig nostalgisch-dokumentarisch-augenzwinkernd gesehen werden…

Plakate

Presse

Die Presse war oft mit großer Lust am beschreiben dabei.
Das hat mich immer gefreut, dafür bin ich dankbar!
Beispiele:

„Lachen mit Tiefgang…“
(Süddeutsche Zeitung)

„Ernst Janis Vortragskunst ist von einer Intensität, die das eigene Lesen kaum zu vermitteln vermag. Literatur wird mit ihm zu einem kollektiven Erlebnis.“
(Augsburger Allgemeine)

„Ernst Jani lässt sich lustvoll darauf ein, als Besessener seiner Sache zu gelten, gehört er doch zweifellos in die Extraklasse der (Vor)leseverrückten.“
(SÜDKURIER, Konstanz)

„Bei Ernst Jani blitzt der Esprit der Autoren durch…er zeichnet die Charaktere, die hinter den Texten stehen…Energie in jeder Geste…In den Nuancen liegt eine äußerst reizvolle Vielfalt, deren Klaviatur Jani zu spielen weiß und zu neuer Les-Art anregt…“ 

(Süddeutsche Zeitung)

„Kein Zweifel: Jani hat etwas von einer Literatur-Lokomotive, die erzählend Dampf abläßt, auf daß der Überdruck nicht den stattlichen Kessel zerreiße.“
(Traunsteiner Wochenblatt)



„…Sein differenziertes Mienenspiel, seine leidenschaftlich eingesetzte Stimmgewalt und
vor allem seine brummige Souveränität ließen die Spannung nicht sinken…“

(Mittelbayerische Zeitung)


„…So monströs wie das Stimmvolumen, so monströs ist auch bisweilen sein zweites Medium: Jani beherrscht die Kunst der Körpersprache in allen Nuancen…“

(Wümme-Zeitung, Bremen)

„… großartige Charakterstudien eines Vollblutkomödianten feinster Prägung…“ 

(Amberger Zeitung)


„…Ernst Jani kennt die leisen Töne eines literarischen Instrumentariums ebenso, wie die kräftig persiflierenden…“

(Südostbayerische Rundschau)

„Jani kann es. Er fühlt sich wohl bei seinen verbalen Flickflacks auf den Kabarett-Brettln, wo immer sie stehen und infiziert das Publikum. Ernst Jani, mal pseudo-intellektuell aufgeschäumt Worthülsen-Schaum schlagend, mal bürgerlich-brav brummelnd, mal ganz rebellisch raunzend, oder mal derangiert deppert, absolvierte seinen literarisch-kabarettistischen Solo-Kürlauf mit Bravour.“
(Straubinger Tagblatt)

„…ein unbestritten flexibles Mimikmonster…“

(Leipziger Volkszeitung)

„Die Vortragskunst, mit der Ernst Jani leise Zwischentöne zum Tragen bringt, die Pausen und Pointen perfekt setzt, ist bewunderswert. Jani lotet die Texte aus, opfert aber nie dem Effekt den Inhalt. Der Abend machte Lust auf mehr…“
(Garmisch-Partenkirchener Tagblatt)


„…Modulation sensibelster Stimmungen…“

(Viechtacher Bayerwald-Bote)


„Ernst Jani dachte sich in die Rollen ein, als wär’s ein Stück von ihm. Gesicht, Körper und Sprache wurden beherrscht von jener Mimik der Bürgerlichkeit, die so besonders zwischen Kleinmut und Größenwahn zergleitet.“

(Stadtblatt Bielefeld)

„…bot Ernst Jani ein skurril-komisches Schauspiel individuellsten Charakters…“

(Salzburger Nachrichten)



„…So aber, wie Ernst Jani dem Publikum die Texte präsentiert, wächst ihnen eine neue Dimension zu …“

(Traunsteiner Wochenblatt)



„…er horcht in sein Publikum hinein und lotet dessen „Humorfrequenz“ aus…“

(Allgäuer Zeitung)



„…zu Jani geht man gern und freiwillig…“

(Saarbrücker Zeitung)

Fotos

Live-CD

Lachsalven…


„best-of“ – live-CD mit Ernst Jani



Selbst wer sonst nicht viel zu lachen hat, darf hier weil er muss:
den Heiterkeitsausbrüchen, verursacht durch Ernst Janis zwerchfellerschütternde Art der Präsentation von literarisch – kabarettistischen Schmankerln kann sich das heftig „mitwirkende“ Publikum seiner live-CD „Musenkuss mit Pferdefuß – DER Humor – DAS Lachen“ einfach nicht entziehen.

Humor und Satire haben auf dieser CD Narrenfreiheit!
Lauschen Sie originalen Typen, Szenarien und Humor-Raritäten mit der Treffsicherheit der Satiriker und der Leichtigkeit der Komödianten.



In alten und neuen Schmökern hat sie Ernst Jani ausgegraben.
Und wenn auch nicht immer aus edelsten Motiven gelacht wird, weiß doch jeder:
das Leben ist auch so verdammt komisch, dass alle, die es tagsüber ernst nehmen müssen, unter Lachblähungen leiden.
Und irgendwann muss der Überdruck raus. Nutzen Sie also die Gelegenheit!


Die komplette CD kann gerne hier angehört werden.
Restexemplare gibt es unter info@ernstjani.de


Porträt

mit Jürgen Geers im Tonstudio

Jürgen Geers (Hessischer Rundfunk) über Ernst Jani:

Als „Bühnentier“ liebt er Texte, die von Pointe zu Pointe eilen. (…) Aber Jani wäre kein guter Komödiant, wenn seine Zwerchfell erschütternde Darstellungskunst keine Brüche hätte, hinter denen immer wieder auch die Traurigkeit über das Alltagsmissgeschick,
die Hilflosigkeit gegenüber dem Lebensunglück, auch der Zorn, sogar die Bosheit
der von ihm dargestellten Figuren zum Vorschein kämen.

Im bayerisch-österreichischen Himmel, welcher den Jani-Kosmos überwölbt, sieht man zwei Heilige auf barockem Säulenportament stehen: Helmut Qualtinger und Karl Valentin, der eine eher zornig, der andere eher traurig: beide grandiose Darsteller spießiger Trostlosigkeit, kleinbürgerlicher Verzweiflung.

Vom Typus her ist Jani dem Qualtinger näher. Als Bewohner eines Grenzstreifens, in dem sich Österreich und Bayern seit jeher mischten, wirkt der Bayer Jani manchmal wie ein Wiener im Exil. Die Konsonanten spricht er weich aus, was gerade bösen Textstellen – wie absichtslos – eine hinterfotzige Note hinzufügt.

Wie Qualtinger ist Jani ein Menschendarsteller, der den Typus eines an seiner Trivialexistenz irre gewordenen Kleinbürgers so wunderbar wie wuchtig verkörpert: Ahnungslosigkeit, die ins Tollpatschige kippt, unterdrückte Gefühle, die in Destruktion umschlagen, zähnefletschendes Beharren auf einer Gemütlichkeit, die notfalls mit Gewalt gesichert wird und ein sich allmählich immer mehr verfestigender Wahnsinn, der dem strikten Willen zur Konsequenz entspringt: ein ins Spiel verbissener Bub, der sich auf dem Jahrmarktskarussell ans Steuer des nicht steuerbaren Feuerwehrautos krallt, im vermeintlichen Ernstfall Lenker einer Rettungsfahrt, von der die Zuschauer wissen, dass es hier längst nichts mehr zu retten gibt.

Die Hörspielminiaturen, die Ernst Jani (meist als Solist, aber auch gemeinsam mit
Gisela Schneeberger) für den Hessischen Rundfunk einspielte, stattete er mit dieser doppelbödigen verzweifelt-heiteren Charakterisierungskunst aus.

In diesen Aufnahmen kann man hören, wie Jani das Groteske schärft indem er es völlig ernst nimmt, wie er allein durch die Modulation der Stimme vom anzüglich Schmierigen bruchlos ins Trostlose gleiten kann und wie schnell aufgesetzter Optimismus und protzige Wichtighuberei von der darauf folgenden Verzweiflung als bloße Makulatur entlarvt werden.

Das Gefühl der Hilflosigkeit, der Überforderung, das schon durch ganz unscheinbare Alltagsbanalitäten ausgelöst werden kann, vermag Jani so selbstverständlich-naiv darzustellen, dass jede Wehleidigkeit vermieden wird und die Rührung des Publikums nicht zu Tränen gerinnt sondern zum Schmunzeln verführt.

Gerade die Überforderten müssen tapfer sein, und welche Tapferkeit ist größer, als die der Unterlegenen, die ohnehin schon auf verlorenem Posten stehen.

Als Darsteller im Katastrophenszenario menschlicher Kommunikation zeigt sich Jani wehrhaft, mit verbaler Kraft schlägt er im Dialog durchaus hart zurück, vermittelt glaubwürdig die angestaute Wut, ebenso glaubwürdig aber auch die letztlich friedfertige Haltung, auf die seine Darstellerpersönlichkeit gegründet ist.

Unversöhnlichkeit und Gemeinheiten fügen sich auf Dauer nicht in sein Rollenprofil.

Letztlich verströmt Janis sonore Stimme eine fast pappihafte Gutmütigkeit, kippt nur manchmal in nachsichtige Resignation, die leise melancholisch grundiert ist und da und dort ein (selbst)ironisches Lächeln über all die erfahrenen Misshelligkeiten erahnen lässt.

Dem Regisseur macht es Ernst Jani leicht: Immer sorgfältig auf die Texte vorbereitet, bietet er Interpretationen an, in der nicht nur die Intentionen des Autors klug erfasst sind, sondern auch der Charakterisierung der Figuren oftmals neue Facetten hinzugefügt werden, die über das Skript hinausgehen.

Als leidenschaftlicher Leser ist Jani ein wunderbarer Verlebendiger der einzuspielenden Texte. Nie liefert er nur „Papier“ ab. Die gemeinsame Erarbeitung lebendiger Szenen macht mit Ernst Jani immer Freude, weil er nicht in selbstgefälliger Arroganz über einen Text „kurz mal drüberhustet“, sondern offen ist für das Erproben immer neuer Versionen, für spontane Änderungen, vor allem aber, weil er sich auch mit freundlich zugewandter Kritik mit den Unzulänglichkeiten des Autors/Regisseurs auseinandersetzt und somit Änderungen und Verbesserungen anregt, die der Arbeit ständig neue Impulse geben und sie so erst zu einer wirklich gemeinsamen Sache machen.

Überführungsstücke

Ludwig Laher: „Überführungsstücke“

Ein Roman entlang der Biografie von Ernst Jani

Wallstein-Verlag, Göttingen, 2016 (gewidmet Ernst J.)
www.ludwig-laher.com – www.wallstein-verlag.de

Oskar Brunngraber ist bayerischer Justizverwaltungsinspektor, Herr über die Asservatenkammer. Dort und in seinem Büro lässt er die unzähligen Überführungsstücke lebendig werden, die er verwaltet. Er sprudelt fast über vor Assoziationen und Sprachlust, beschäftigt sich mit kleinsten Details und deutet ganz nebenbei die Welt. Abgründig ist sein Humor, zuweilen absurd und trotz allem ernsthaft.
Es scheint, als wäre er geschaffen für seinen Beruf. Und doch ist er nur zufällig in ihn hineingerutscht. Die weiteren Kapitel des Buches entschlüsseln ebenso assoziativ seine erstaunliche Biographie, diesfalls anhand privater Überführungsstücke, diverser Gegenstände aus verschiedenen Phasen seines Lebens, die aufgeladen sind mit Erinnerung. Während des Erzählens erst werden ihm viele Zusammenhänge so richtig bewusst.
Und schließlich ist da noch der künstlerisch begabte, kulturbegeisterte Privatmann Brunngraber, der wie ein Schwamm aufsaugt, was andere gedacht, geschrieben, gemalt, komponiert haben. Der zurückgezogen auf dem ausgebauten Dachboden Tausende Bilder malt, bunt, gestisch, mit großem Formgespür. Der als Kleinkünstler und Vollblut-Rampensau mitten unter die Leut geht, literarisch-kabarettistische Programme gestaltet, ein richtiges Mimikmonster, wie es in einer Rezension heißt. Der alte Schlager zum Besten gibt und jazzt.

„Der erste Teil von Ludwig Lahers „Überführungsstücke“ erscheint als ein makabres Panoptikum, eine Rekonstruktion menschlicher Abgründe, gesehen durch die Augengläser eines Asservatenbeamten, dessen aus Not geborener schwarzer Humor seine dicke Brille stark eindunkelt: zu einer Schutzbrille gegen den Schrecken, hinter der sich letztlich auch der Archivar von Tatortspuren verbirgt. Er zeigt nicht sein ganzes Gesicht. – Anders der zweite Teil des Buches. Da wird der Mensch hinter der Brille sichtbar und öffnet sich dem Leser, indem er – vorsichtig – biographische Details, Lebenshaltungen, erlittene Verletzungen und auch Unsicherheiten preisgibt. Das ermöglicht dem Leser Anteilnahme. Da wird die Figur des Protagonisten plastisch. Man hat das Gefühl einem dieser – eher seltenen – Abende am Kamin beizuwohnen, an denen der Rotwein hilft, den Schutzschild einer Person plötzlich durchscheinend zu machen. Der Archivar des Schreckens wird zum durch sein eigenes Schicksal erschreckten Menschen. – Gestörte Vaterbeziehung, Entführung aus dem Elternhaus, Unterschlupf bei der Großmutter, Schulversagen, Flucht in die Kunst-Welt, Selbstmord des Vaterpeinigers… . Alte Kindheitstraumata brechen auf. Durch dieses Buch darf sich bereichert fühlen, wer empathisch sorgsame Menschenbeobachtung zu schätzen weiß.“
(Jürgen Geers, Hessischer Rundfunk)

Oskar Brunngraber verbringt als bayerischer Justizverwaltungsinspektor den Großteil seiner Arbeitstage alleine in der Asservatenkammer. Der österreichische Schrifsteller Ludwig Laher liefert mit „Überführungsstücke“ das Porträt eines launigen Bilderbuchbeamten, der zufrieden mit seinem Beruf ist und sich mittels blühender Fantasie, anarchistischem Humor und einer besonders ausgeprägten Lust an Sprache den Alltag bunt gestaltet. Ordnungssinn und Sammeltrieb lebt Brunngraber bei der Arbeit aus, den Drang zum Geschichtenerzählen auf den Kleinkunstbühnen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Seine große Leidenschaft aber gilt der Malerei. An diesem Tag begleitet ihn ein nicht näher definierter Besucher auf dem Weg von der vollgestopften Asservatenkammer zum Stechuhrterminal und in die Kantine.
(Jeannette Villachica, Wiener Zeitung)

Ludwig Laher zeigt in den „Überführungsstücken“ auf sehr feine Weise, dass es nicht die große Karriere, sondern Werte wie Offenheit, Empathie und Humor sind, die dem Leben Sinn verleihen. Nebenbei entkräftet er überzeugend das Vorurteil, dass „Bürohengste“ langweilige und engstirnige Menschen sein müssen. Der schmale Roman hinterlässt nach der Lektüre ein warmes Gefühl, ganz unaufdringlich schwingt eine Anleitung zur Lebenskunst mit – sehr zu empfehlen!
(Ingrid Kainzner, Bibliotheksnachrichten)